
Prof. Dr. Rudolf Haderstorfer
Ein Leben für Landschaftsbau, Lehre und Berufsstand
Fast könnte man sagen, dass Rudolf Haderstorfer mit der Firma groß wird – sie hat ihn sein ganzes Leben lang begleitet. Die junge Gartengestaltungsfirma besteht gerade vier Jahre, als Rudolf Haderstorfer 1956 in Landshut-Piflas geboren wird. Schon ein Jahr nach seinem Abitur 1975 am neusprachlichen Zweig des Hans-Leinberger-Gymnasiums in Landshut und während seines Studiums tritt er 1976 als Betriebsleiter in den elterlichen Betrieb ein, den er seit dem Tod des Vaters mit seiner Mutter weiterführt.
Er leitet nun die Firma
Kaum hat er 1980 sein Studium der Landschaftsarchitektur an der TU München-Weihenstephan beendet, übernimmt der frisch gebackene Dipl.-Ing. den Betrieb, die Firma Haderstorfer, Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Ergolding, als Alleininhaber. Seine Zeit an der Uni ist damit nicht vorbei, aber davon später mehr.
Denn erst einmal geht es Schlag auf Schlag weiter: Im September 1980 hat er seinen Abschluss der Landschaftsgärtner-Gehilfenprüfung in der Tasche, und im April 1985 erfolgt die Aufnahme in die Architektenliste der Bayerischen Architektenkammer als Landschaftsarchitekt.
Universität und Lehre lassen ihn nicht los
Im August 1996 erfolgt schließlich seine Promotion zum Doktor der Agrarwissenschaften an der TU München. Drei Jahre später, 1999, wird er als ordentlicher Professor an die FH Weihenstephan, Fakultät Landschaftsarchitektur, Lehrgebiet Baubetrieb und Bauprozessmanagement im Landschaftsbau berufen. Er lehrt im Studiengang Landschaftsbau und -Management und ist Mitglied am Institut Landschaftsarchitektur / Landschaftsbau.
Freiberuflichkeit und ehrenamtliche Tätigkeit
Die verbleibende Zeit neben Hochschule und Firma arbeitet er noch freiberuflich als Landschaftsarchitekt, wobei er sich auf die Modernisierung von Wohn- und Gewerbeanlagen konzentriert. Die letzten zehn Jahre fungierte er als Gutachter im Bereich Garten- und Landschaftsbau, Schwerpunkt Baupreisermittlung, Bauabrechnung und Bauzeitverzögerung.
Ehrenamtlich ist er von März 1981 bis Februar 1993 Bezirksvorsitzender von Niederbayern im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau tätig. Von Juli 1981 bis Juli 1991 ist er Mitglied im Bayerischen Meisterprüfungsausschuß für Garten- und Landschaftsbau, von März 1993 bis März 2009 Mitglied im Präsidium des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, von 1997 bis 2009 Vizepräsident und seit Juli 1997 bis Februar 2008 Mitglied im Vorstand der Fördergesellschaft Landespflege Bayern. Des Weiteren ist er seit 2006 bis heute Mitglied im Vorstand der Förderverein Landschaftsbau-Hochschule und seit 2009 als Vorsitzender des Fördervereins Landschaftsbau und -Management tätig.
Mitgliedschaften
Seine Mitgliedschaften lesen sich wie das Who-is-Who der berufsständischen Ausschüsse und Fachbeiräte:
- Fachschulbeirat der Staatlichen Fach- und Technikerschule für Garten- und Landschaftsbau in Veitshöchheim (bis Februar 2006)
- Fachschulbeirat der Staatlichen Fachschule für Garten- und Landschaftsbau in Landshut-Schönbrunn (bis Februar 2009)
- Forschungsbeirat Landespflege an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim
- Vorsitzender des Fachbeirates der Akademie Landschaftsbau Weihenstephan
Wissenschaftliche Tätigkeit / Veröffentlichungen
Dazwischen findet Rudolf Haderstorfer noch Zeit, sich mit der Entwicklung von Qualitätsmanagement-Systemen für Landschaftsbaubetriebe, Störungssimulationen für Baustellen im Landschaftsbau, Modelle zur Darlegung von Mehrkosten aus Bauzeitverzögerung, Technik für Klärschlammvererdungsanlagen zu befassen und in zahlreichen Fachveröffentlichungen und Merkblättern sowie Lehrbüchern und -schriften als Autor / Coautor zu fungieren.




